Sonntag, 11. Januar 2026

Mit Jesus leben ist Freiheit - kein Fluch kann den Segen Gottes übertönen

In einem Forum berichtet jemand darüber, dass bei ihm die "Schuld" oft zum "Fluch" wird, welcher den Segen übertönt. Meine Antwort darauf ....

 

Dazu möchte ich dir einfach mal von meinem Erleben erzählen, weil es mir einfiel, nachdem ich deinen Text gelesen habe. Ich habe gewisse Ähnlichkeiten darin gefunden. Möglich, dass du da nichts Ähnliches siehst. Aber falls es doch hilft ... erzähle ich einfach mal ...


Ich bin in meiner Kinder- und Jugendzeit auch so erzogen worden, dass bei allen Zusagen Gottes immer auch "der Fluch der Sünde" gegenüberstand. Inzwischen hatte sich in meinem Glaubensleben zwar so einiges stark verändert. Aber es schien, dass "der Fluch" immer auch ein Gegner zu meinem "Glaubensmuster" lauter wurde, wenn ich nach den biblischen Vorgaben "gesündigt habe".


Es geschah in meiner Lebensphase zwischen der Trennung von meinem Mann und der (von mir beantragten) amtlich bestätigten Scheidung.

Von dem Pastor meiner (freikirchlichen) Gemeinde (der mich in dieser Lebensphase unterstützt hat) kam einmal die Aussage: "... wir sind ja alle irgendwo einmal Sünder ... aber ein Herausführen aus einer Ehe von Gott wäre paradox. Da bist du wohl einfach nur von Seiner Gnade abhängig".

Ich hatte ihm zuvor gesagt, dass Gott mich schon etliche Male geführt hätte, auf dem Weg aus der Ehe.


Obwohl dieser Ausspruch und der Begriff "Gnade" eigentlich befreiend sein sollte, hat er mich in eine innerliche Krise geführt. Ich habe wieder und wieder vor Gott meine Gründe bewegt und um Vergebung gebetet. Aber irgendwann überfiel mich danan wieder dieser Gegner, "der Fluch", welcher den "Segen", den Gott seinen Menschen versprochen hat, übertönen konnte. Das Wort "Gnade" wurde für mich zum unbeugsamen Gericht. Ich hatte es scheinbar mit Gott "verscherzt" für alle Zeiten.


So geschah es an einem Sonntag, auf dem (langen) Fußweg zur Gemeinde, dass ich wieder einmal vor Gott alles ausgebreitet habe, wovon ich dachte, dass Gott mir dieses als Anklage vorhalten würde. Nebenbei war in meinem Inneren eine Melodie - was zunächst für mich nicht ungewöhnlich ist. Mich begleiten eigentlich immer Melodien, die ich auch leise vor mich hin hauche. Aber manchmal - so wie auch dieses Mal - klickt auch mal einfach eine Frage in mir (ähnlich wie ein Pop-up) auf: was singe ich da eigentlich gerade?


Ich vesuchte, die Melodie zusammenzupuzzeln - um zum Inhalt des Liedes zu gelangen. Heraus kam da ein Lied, welches die Aussage aus dem Bibelvers Jesaja 1,18 im Text hatte. Wobei der Refrain den Text wiederholte:

".. so weiß wie der Schnee - Herr Jesus, dein Blut macht mich weiß wie den Schnee"

Dieser Text löste in mir etwas aus, was ich schlecht beschreiben kann. Ich fühlte mich von Gott berührt, befreit, umarmt: "ER hat mir längst vergeben" ... ich bin frei - muß/soll nicht mehr in alten Sünden rumstochern. Sie sind getilgt - und ich darf leben ... mit Gott, auf dem Weg.


Danach hat sich in mir sehr viel verändert. Es gibt keinen Fluch mehr, der den Segen Gottes ungültig machen könnte. Ich darf mit Gott leben - immer und überall. Egal, was ich (falsch) mache oder eben nicht. Es schien mir, als wenn die Lasten des Lebens, welche mich immer auf dem Boden (Fluch) festhalten wollte, weg waren ... und ich könnte fliegen ... über dem ganzen Schlamassel, der mich knechten wollte, hinweg. Es hatte keine Macht mehr über mich. Also muss ich (und sollte es) nicht mehr drüber nachdenken, sondern vorwärts gehen - mit Gott. --


Ja - das war die Geschichte, die ich dir erzählen wollte. Beim schreiben hat die Botschaft mich noch einmal neu berührt, daran erinnert, dass ich frei bin. Und diese Botschaft wünsche ich dir auch ... bis ganz tief hinein in dein Herz.

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