... ist eine Frage, die mir schon häufig gestellt wurde, wenn ich über "meinen Glauben" rede/schreibe.
Wissen kann ich dabei nicht wirklich vermitteln. Aber ich kann schildern, wem ich vertraue und warum.
Meine Grundlage dazu ist aktuell ein Abschnitt in der Bibel, den ich an einem Morgen las und Gott bat, mir zu zeigen, wie ich das in meinem Leben umsetzen kann. Dabei ging es um den Text in Joh.15,1-8 -
Der Kern der Aussage ist im Vers 5 zusammengefasst:
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.
Als ich diesen Text las, fühlte ich mich angesprochen, weil ich dachte: das ist doch genau das, was ich schon die ganze Zeit tue. Ich lebe mit Gott, durch Jesus - indem ich jederzeit und in allen Phasen meines Lebens einfach davon ausgehe, dass Gott mir nahe ist. Ich rede mit Gott/Jesus, teile meine Gedanken mit ihm, frage, bitte, danke ihm für das, was mir geschieht. Als mein Vorbild würde ich Mose nennen, über den in Hebr.11,27 gesagt wird:
...er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn
Ich beendete meine Gedanken zu dem Text mit etlichen Bitten für mein (in dem Moment reichlich komplizierten) Lebens und der Bitte um Bestätigung oder Widerspruch von Gott zu dem Text, so wie ich ihn verstanden habe.... und begab mich auf den Weg zu meinen Aufgaben des alltäglichen Lebens.
Etwa eine halbe Stunde danach bekam ich die erste Erhörung meiner vielfältigen Bitten und wieder eine halbe Stunde später die nächste. - DAS war in diesem Moment die Bestätigung für mich, diesen Text als Grundlage für mein Glaubensleben zu verstehen.
Ich verstehe Jesus als "Gottes Sohn" - wie er in der Bibel genannt wird, der in die Welt der Menschen als Mensch gesandt wurde, um ihnen Gott (den Vater des Sohnes) den Menschen nahe zu bringen. Denn kein Mensch kann Gott wirklich sehen. Weil Menschen einfach zu begrenzt sind, und Gott zu "heilig". Wobei die Bezeichnung "heilig" nur ein Versuch sein kann, Gott zu begreifen.
Darum wurde Jesus als Mensch in diese Welt der Menschen gesandt. Ausgerüstet wurde Jesus von Gott mit den Fähigkeiten, alle die Dinge, welche die Menschen auf der Erde dazu bewegten, ohne Gott zu leben, zu überwinden. Jesus Aufgabe war es, alle Hindernisse, welche Menschen blind dafür machten, zu erkennen, dass ihr Leben nur dann gut funktionieren kann, wenn sich die Menschen (jeder Einzelne) Gott zuwenden würden. Dafür musste Jesus alle diese Hindernisse dazu überwinden und zum Guten zu wenden, um als Weg (Kanal) zu Gott zu dienen ... damit Menschen Gott mit dem Herzen sehen können ... und so MIT Gott leben können. Jesus hat selbst von sich gesagt:
Wer mich sieht, sieht (Gott) den Vater - Joh.14,9
Und hier schließt sich der Kreis (für mich) wieder, welcher beschreibt, wie das geht: in Jesus bleiben, um mit Gott zu leben. Ähnlich wie ein Stromkreis sich schließt, wenn der Stecker in der Steckdose eingesteckt wurde.
Wie es in Joh.15,1-8 (s.o.) beschrieben wird, funktioniert das Leben mit Gott genau da, wo ein Mensch sich Gott zuwendet, so wie Jesus es auf der Erde vorgelebt und beschrieben hat. Seine Geschichte von seinem Leben als Mensch auf der Erde kann man in den vier Evangelien der Bibel nachlesen. Und in der direkten Verbindung mit IHM wird er dafür sorgen, dass ein Mensch den richtigen Weg für sich selbst findet. Denn er hat seinen Jüngern in Joh. 28,16-20 versprochen:
... ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Daran glaube ich - und so erlebe ich Gott täglich in meinem Leben.
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